Cesar Manrique im Lanzarote-Lexikon

Der berühmteste Sohn der Insel Lanzarote ist ohne Zweifel César Manrique, der mit sehr viel Engagement und Liebe das Erscheinungsbild der Insel mitgestaltete. An Manrique kommt man auf Lanzarote einfach nicht vorbei, denn kaum ein anderer war so mit seiner Heimat verbunden wie er. Da Manrique ein ausgesprochen kreativer Künstler war, entdeckt man in allen Ecken Lanzarotes Kunstwerke von dem 1992 tödlich verunglückten Sohn Lanzarotes.

Der Anspruch von Manrique war damals, die Insel zum schönsten Platz auf der Erde zu machen. Mit seinen zahlreichen Werken, bei denen es sich um eine harmonische Kombination von Kunst und Natur handelt, ist ihm das auch ohne weiteres gelungen. Durch seinen vielen Werke ist Manrique unsterblich geworden.

Am 24. April 1919 wurde Cesar Manrique in Arrecife auf Lanzarote geboren. Zusammen mit seiner Zwillingsschwester, einem Bruder und einer Schwester wird er in einer harmonische Familie groß und genießt eine unbeschwerte Kindheit. Der junge Cesar wird von den gemeinsamen Sommerferien in Caleta de Famara, einem kleinen Fischerdorf im Nordwesten, geprägt, Noch viele Jahre später wird Cesar immer wieder von der „unglaublichen Schönheit seiner Insel“ inspiriert, wie er später immer wieder in Zeitungen zitiert wird. Nach dem Ende des spanischen Bürgerkrieges (Juli 1936 – April 1939), in dem der 17-jährige Cesar als Freiwilliger an General Francisco Franco diente, kehrt Cesar nach Arrecife zurück. Hier verbrennt er seine Uniform und spricht nie wieder über die grausame Zeit des Krieges.

Einige Zeit später studiert Manrique an der La Laguna Universität (Teneriffa), technische Architektur. Das Studium bricht er nach zwei Jahren ab. 1945 unternimmt er einen zweiten Studienversuch in Madrid. Seine akademische Laufbahn beginnt mit einem Stipendium. In den Fächern Zeichnen und Malen, an der “Real Academia de Bellas Artes de San Fernando”, schließt er 1950 mit dem Meistertitel ab. Vier Jahre später beschäftigte sich Cesar mit dem Surrealismus, “der Kunst über den Dingen”. Daraufhin gründet er in Madrid die erste Galerie für avantgardistische Kunst “Fernando Fé”. 1964 bis 1966 zieht er nach New York, wo er Nelson Rockefeller kennen lernt, der später der 41. Vize-Präsident der USA wird. Rockefeller ist Liebhaber der modernen Kunst und fördert Cesar wo es nur geht. Durch Rockefeller konnte Manrique seine Werke in der berühmten “Catherine Viviano” Galerie ausstellen. Mehr und mehr vermisst Manrique seine Heimat und zieht nach Lanzarote zurück. Hier setzt er sich das Ziel, aus der Insel den „schönsten Platz der Erde zu machen“. Dies gelingt ihm, bis er am 25. September 1992 in der Nähe seiner Stiftung auf der Insel einen tödlichen Verkehrsunfall hat. Manrqiue wurde 72 Jahre alt, ist durch seine Kunst auf der Insel aber unsterblich.

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Text (c) 2017: C. H.

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